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Letzte Aktualisierung : Freitag, 30. Oktober 2015 10:44 Uhr

 

st germain : real blues

St Germain : Real Blues

Parlophone Records 2015, Laufzeit 51 Minuten, 
CD € 19,50, 

auch erhältlich als Vinyl 
2 LPs € 28,00


Diese CD
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ein Klick genügt

Es ist ein seltener Glücksfall, wenn einem beim erstmaligen Hören einer CD gleich Dutzende Gedanken im Kopf herumschwirren, allerdings ist dies nicht gerade hilfreich, wenn man einen klar strukturierten Text darüber schreiben sollte. Bitte haben Sie Verständnis, wenn folgende Besprechung etwas sprunghaft wirkt, sollten Sie keine Lust haben, weiterzulesen, nehm' ich's vorweg:  Real Blues ist ein großartiges Album!

Erlauben Sie mir zunächst einen kleinen historischen Exkurs. In den 60er Jahren wurde die afrikanische Musikszene von drei Stilrichtungen geprägt. Allen voran Highlife aus Ghana, dazu Juju aus Nigeria und schließlich Soukouss aus (Zaire/Congo), der sich allmählich mit seinen prägnanten Gitarrenriffs und unwiderstehlichen Rhythmen als die afrikanische Tanzmusik herausbilden sollte. Daneben gab es aber stets auch die extrem hochentwickelte Musik Westafrikas, ich selbst habe einmal Mali als die "Wiege aller Musik" bezeichnet.
Mit dem Album Real Blues ist es Ludovic Navarre gelungen, all diese Musikrichtungen zu vereinen und daraus eine Art pan-afrikanischer Musik zu formen.

Im Jahr 2000 veröffentlichte Navarre mit seinem Projekt St Germain das Album Tourist – mit seiner geschickten Verbindung von Samples, Grooves und "richtiger" Musik ist dies bis heute ein Schlüsselwerk für den New Electronic Jazz.
15 Jahre später präsentiert Navarre nun ein ebenso richtungsweisendes Werk. Es vermischt westafrikanische Klänge, die zum Teil deutlich von der arabischen Musik beeinflußt sind und einen Touch Touaregmusik in sich bergen, mit den rollenden Rhythmen der schon genannten Stilrichtungen und unterlegt das Ganze mit Computerbeats, die er sehr subtil einsetzt und dabei die traditionellen Elemente keineswegs überdeckt. Damit lädt er uns ein auf eine unterhaltsame Reise, bei der immer neue Details zu entdecken sind, bisweilen scheinen Fela Kuti, Khaled oder Joe Zawinul kurz "vorbeizusehen". Dazu immer wieder der ungeschönt rauhe Klang westafrikanischer Instrumente und der so typische Gesang (u.a. von Nahawa Doumbia).

Daß der Blues seine Wurzeln in Afrika hat und daß dort herausragende Musiker zu finden sind, wissen wir spätestens seit Künstlern wie den Gitarristen Ali Farka Touré oder Barthélemy Attiso (Orchestra Baobab). Daß der Blues beileibe keine aussterbende Musikrichtung ist, sondern auch heute noch gültig ("real") ist, wissen wir nach dem Hören dieses Albums auch.

Für den vollen Genuß ist es natürlich von Vorteil, wenn Sie Freund und Kenner afrikanischer Musik sind. Sollten Sie keiner sein, werden Sie jetzt vielleicht einer… Denn St Germain könnte es mit diesem Album gelingen, die Aufmerksamkeit auf die Musik Afrikas zu lenken, so wie das vor Jahren dem durchaus vergleichbaren Gotan Project mit Tango Argentino gelungen ist.

Für mich jedenfalls ist Real Blues das überraschendste und erfreulichste Album des Jahres. Es zeigt auch (Achtung DJs, Seitenhieb!), was daraus entstehen kann, wenn man über den eigenen Tellerrand oder Bildschirm hinausblickt, sich ernsthaft mit anderen Dingen beschäftigt und damit nicht nur den eigenen Horizont erweitert, sondern auch den der Hörer.

 Gerhard Rühl, SHIROKKO MUSIK, Oktober 2015  

By combining different styles of African Music with gentle electronic rhythms, the French artist Ludovic Navarre aka St Germain formed kind of a pan-african music. Polyrhythmic western african elements with a slight Touareg-feeling meet Blues and Jazz. A highly recommended album – especially for friends of African music – but also for the ones looking for interesting and contemporary sound experiences!

KONZERTHINWEIS

St Germain treten am Sonntag den 22.11. 
in der Münchner Muffathalle auf!
Info

 

MARIZA : MUNDO

Mariza : Mundo

Nonesuch Records 2015, 
CD € 19,50

"Seit meiner letzten CD ist einiges geschehen. Mir ging es schlecht, ich habe geweint, ich bin gefallen und wieder aufgestanden, ich habe gelächelt, wo ich schreien wollte, ich habe Freundschaften abgebrochen...
Jetzt geht es mir wieder gut. Ich bin 40 und fühle mich wie 26, ich sehe die Welt mit den Augen eines Mädchens und entdecke immer wieder Neues".
So schreibt Mariza im Booklet ihrer neuen CD.

Selbst wenn man diesen Text nicht gelesen hat, wird schon nach den ersten Tönen der CD klar: da hat sich etwas verändert. Marizas Stimme ist deutlich tiefer geworden, nicht kraftlos aber von einer größeren Ernsthaftigkeit. Das ist für eine Fado-Sängerin durchaus kein Nachteil, denn meist sind diese Songs getränkt von Melancholie und spürbarem Schmerz.

Deshalb ist Mundo vielleicht ein Wendepunkt in Marizas Karriere. 
Vorbei sind wohl die Zeiten, als sie wie ein Wirbelwind die Bühnen der Welt eroberte. Vorbei ist wohl die Wirkung ihrer 'lucky socks'.
Jetzt scheint Mariza gereift, gereift durch Erfahrungen und Niederlagen. Ihr neues Album erscheint beim für zeitgenössische Musik äußerst renommierten Label Nonesuch. Das könnte für diese charismatische Sängerin ein Schritt in eine neue, andere und durchaus erfolgreiche Zukunft sein. 
Ich würde es ihr sehr wünschen…

Gerhard Rühl, SHIROKKO MUSIK,  Oktober 2015
 

 

jacob gurevitsch : LOVERS IN PARIS

Jacob Gurevitsch : 
Lovers In Paris

Music For Dreams 2015, Laufzeit 48 Minuten, 
CD € 19,90

Das dänische Kultlabel Music For Dreams ist zurück – und es erinnert sich mit dieser neuen CD an sein Aushängeschild - die Gruppe  Bliss. 
Wie diese verbindet auch der Gitarrist Jacob Gurevitsch natürliche Klänge (Cello, Akkordeon…) mit sanfter Elektronik und spannt darin einen Bogen von spanischen Gitarrenklängen und Einflüssen diverser Musikkulturen.

Ergebnis ist ein sehr schönes Album für Freunde von Gitarrenmusik. 
Es ist kein Jazz, keine Klassik, keine Folklore, vor allem aber keine Lounge-Musik. Einfach nur schöne Instrumentalmusik!  

Gerhard Rühl, SHIROKKO MUSIK, Oktober 2015

 

 

LEVON ESKANIAN GURDJIEFF ENSEMBLE : KOMITAS

Gurdjieff Ensemble : Komitas

ECM Records 2015, 
CD € 19,90

Das armenische Gurdjieff Folk Instruments Ensemble wurde von Levon Eskanian gegründet mit der Intention, Arrangements der Klaviermusik von Gurdjieff/de Hartmann zu spielen. Nun widmen sich Eskanian und seine Mitmusiker der Musik von Komitas Vardapet (1869-1935). Als Komponist und Arrangeur wird Komitas gemeinhin als Begründer der zeitgenössischen Musik Armeniens betrachtet, der als Musikethnologe die Schnittmengen zwischen sakraler und traditioneller Musik entdeckte. Mit dem besonderen Fokus aus Instrumente der armenischen Volksmusik offenbart das Ensemble die tiefe Verwurzelung von Komitas' Kompositionen.

 Text mit freundlicher Genehmigung entnommen von ECM Records

 

PATRICIA KOPATCHINSKAJA, gidon kremer … :
Giya kancheli - chiaroscuro

Kopatchinskaja, Kremer… : Giya Kancheli - Chiaroscuro

ECM Records 2015, 
CD € 19,90

Dieses Album des großen georgischen Komponisten Giya Kancheli enthält Ersteinspielungen zweier zentraler Werke: Chiaroscuro für Violine und Kammerorchester sowie Twilight für zwei Violinen und Kammerorchester. Mit Patricia Kopatchinskaja und Gido Kremer sorgen zwei der ausdrucksstärksten Violinisten unserer Zeit ein faszinierendes Hörerlebnis. Aufgenommen in Vilnius im Dezember 2014 und produziert von Manfred Eicher stellt dieses Album einen bedeutenden Beitrag zu Kanchelis Gesamtwerk dar – es erscheint zum 80. Geburtstag des Komponisten.

Text mit freundlicher Genehmigung entnommen von ECM Records

 

 

 

kim kashkashian u.a. : ROTHKO CHAPEL

Kim Kashkashian … : 
Rothko Chapel

ECM Records 2015, 
CD € 19,90

Rothko Chapel thematisiert ein Netzwerk aus musikalischen Beziehungen und Inspirationen durch das Werk des Malers Mark Rothko. Das Album beginnt mit Morton Feldmans Werk Rothko Chapel. Zu Feldmans wichtigsten Einflüssen gehörten abstrakte Maler, zuvorderst sein Freund Mark Rothko, er fühlte sich aber auch durch die Unbekümmertheit im Werk von John Cage angespornt.
Kim Kashkashian (viola) lotet die subtilen Texturen von Feldmans Klangflächen aus, begleitet von Sarah Rothenberg an Celesta und Klavier, unterstützt von Percussion und Chor.

 

Text mit freundlicher Genehmigung entnommen von ECM Records

 

heinz holliger : MACHAUT-transkriptionen

Heinz Holliger : Machaut-Transkriptionen

ECM Records 2015, 
CD € 19,90

Die Machaut-Transkriptionen des Schweizer Komponisten Heinz Holliger sind ein ausgreifender Zyklus von Werken – angelegt als Auseinandersetzung mit dem Werk des französischen Komponisten Guillaume de Machaut (14. Jh.). Unter anderem werden Holligers Bearbeitungen interpretiert vom Hilliard Ensemble, wobei diese Aufnahme, entstanden 2010 in Zürich, das mittlerweile aufgelöste Vokalensemble auf dem Höhepunkt seines Schaffens abbildet.

 Text mit freundlicher Genehmigung entnommen von ECM Records

 

 

 

anthony de mare : LIAISONS . RE-IMAGINING SONDHEIM

Anthony de Mare : Liaisons

ECM Records 2015, 
3 CDs € 32,00

In diesem faszinierenden Projekt zollt der amerikanische Pianist Anthony de Mare dem Musical-Komponisten Steven Sondheim (bekanntestes Werk: Send In The Clowns) Tribut. Er lud dazu 36 Komponisten ein, die jeweils einen Song Sondheims für Soloklavier neu arrangierten, darunter Steve Reich, Frederic Rzewski, Thomas Newman, Wynton Marsalis. Jeder einzelne Komponist tritt in einen Dialog mit Herr Sondheim.


Text mit freundlicher Genehmigung entnommen von ECM Records

 

 

 

ibrahim maalouf : kalthoum

Ibrahim Maalouf : Kalthoum

Impulse Records 2015,
CD € 19,50

Oum Kalthoum, bei uns auch genannt: Kalsoum, war nicht nur die bedeutendste Sängerin Ägyptens, sie war auch Idol und Integrationsfigur 
des arabischen Sprachraums. Bei ihrer Beerdigung im Jahre 1975 gaben ihr 
3 Millionen Menschen das letzte Geleit;  wie zu hören war, nahmen sich einige Fans aus Verzweiflung das Leben.

Der Trompeter Ibrahim Maalouf, französisch/libanesischer Abstammung, hat sich nun einen der bekanntesten Songs von Oum Kalthoum, 'Alf Leila We Leila' zur Vorlage für eine ganz eigene Interpretation genommen.

Keine Frage, das ist hervorragend arrangiert und astrein gespielt (schließlich sind auch Könner wie Larry Grenadier und Mark Turner mit von der Partie), Jazzfans werden sicherlich jubeln.
Mir jedoch fehlt weitgehend der Bezug zur arabischen Musikkultur und zu Oum Kalthoums Sangeskunst!
Und warum Ibrahim Maalouf diese CD mit Fotos eines sehr nackten und sehr jungen (?) Mädchens dekoriert, wird mir wohl ein ewiges Rätsel bleiben…  

Gerhard Rühl, SHIROKKO MUSIK,  Oktober 2015  

 

Alle Angaben unverbindlich. Änderungen und Irrtümer vorbehalten.
  Texte und Zusammenstellung Gerhard Ruehl. Design: buero ruehl
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